Der kleine Narr

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I.
“Einst wirst du mit einem Traum gesegnet, der dein weiteres Leben gehörig auf den rechten Pfad weisen soll”, sagte der manu und schien Befriedigung darin zu finden, sich wieder auf seine Schuhe zu konzentrieren.
Diese – durch die schroffen Belastungen einer wer weiß wie langen Zeit sichtlich zermürbt und gealtert, wussten die Reisen des Alten wohl zu beschreiben. Sie schienen nicht unbequem zu sein, denn der manu spielte mit seinen Zehen unter dem knochigen, brüchigen Leder. Ich lächelte. Als Teenager besaß ich ein Paar Schuhe, die meiner Mutter ein Gräuel waren. Ich aber liebte meine alten Latschen – wahrscheinlich gerade aus ebendiesem Grund. Überhaupt bemerkte ich, dass ich es mit diesem sonderbaren Fremden wohl traf – von klein auf sind es für mich immer jene alten, weißhaarigen Männer gewesen, die ich für Erleuchtete hielt.

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Plan International

Plan International ist eine der “saubersten” Hilfsorganisation für Kinder in der III. Welt. Vor Jahren hatte ich selbst drei Patenkinder in Ägypten, Indien und Vietnam. Plan sorgt für wenige Euros im Monat dafür, dass die Kinder eine Schulausbildung bis 16 Jahre erhalten, wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag und Brunnen in den Dörfern gebaut werden usw. Auch die Erwachsenenbildung in Form von Vorträgen über Empfängnisverhütung, Hygiene, Ackerbau usw. sind wichtige Elemente des Plan Konzepts. Ich bewundere diese Organisation für ihre effiziente Hilfe sehr! Ich würde mich sehr freuen, wenn der Eine oder die Andere ebenfalls ein Kind in der III. Welt mittels Plan International unterstützen würde. Die Organisation hat ihr Spendensiegel rechtschaffen verdient.

Plan Deutschland

Freier Wille

Um den Begriff der Willensfreiheit des Menschen ranken sich die unterschiedlichsten Ansichten.Auf der einen Seite betonen manche unserer verbreitetsten Religionen und mythologischen Weltsichten die Gegebenheit des freien Willens des Menschen, wohingegen andere Ansichten eine deutliche Determiniertheit postulieren.So rechtfertigen jene Glaubensanschauungen, die auf dem Gedanken des ewigen Weltgesetzes fußen (wie z.B. der Hinduismus und der Buddhismus) die von den unterschiedlichen Abhängigkeiten des Menschen geprägte jeweilige Existenz. Dieser Gedanke lässt den Menschen seinem Schicksal gegenüber zunächst ausgeliefert erscheinen, und so rechtfertigt sich maßgeblich die hinduistische Auffassung des Kastenwesens, welches Menschen kraft ihrer jeweiligen Geburt ein Leben lang in der gleichen sozialen Schicht verhaftet sein lässt.

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Traum 3

Ich laufe mit meiner Familie Schlittschuh in einer Roller-Disco. Überall funkeln bunte Lichter. Wir sind ausgelassener Stimmung. Ich spüre, dass etwas geschehen wird.
Plötzlich befinde ich mich in Tibet. Ich bin in einem Raum im Potala-Palast. Meine Familie ist da und zahlreiche tibetische Mönche. Einer der Mönche tritt auf mich zu und sagt mir, dass ich jetzt verheiratet werde. Ich trage eine weiße Jacke, die bis zu den Knien reicht und mit goldenen Stickereien verziert ist.
Ich folge einem Tross Mönche, die mich zu meiner zukünftigen Frau führen wollen. Wir durchschreiten zwei bis drei große Räume und dann nähere ich mich einer jungen, blonden Tibeterin, die eine Bubikopf-Frisur trägt. Sie sieht wunderschön aus und wirkt sehr durchgeistigt und reif, ernsthaft. Unsere Blicke begegnen einander und wir können unsere Gedanken lesen. Sie denkt: „Der ist aber weltlich…“ und ich blicke beschämt erkennend zu Boden. Ich beschließe, an meiner Achtsamkeit zu arbeiten
Dann sind wir im Freien. Ich folge den Mönchen an einer Tribüne vorbei, auf der viele Menschen sitzen. Eine Bekannte von mir ist da und sitzt im Rollstuhl – mit einem riesigen roten Sombrero-Turban auf dem Kopf. Ich kenne die Anderen nicht.
Mir wird gesagt, dass ich gleich zum Dalai Lama gekürt werden soll und gleichzeitig stünde meine Hochzeit bevor. Ich bin verwirrt und frage mich, ob ich diesen Aufgaben gerecht werden kann. Continue reading

Traum 2

Ich bin in einer großen Halle in Indien. Es ist Abend und überall liegen Bastmatten, auf denen sich Mönche zum Schlafen zusammengerollt haben. Alle tragen buddhistische gelb-rote Gewänder. Es sind sicherlich über 100 Mönche. Die Luft ist angenehm frisch und nicht würzig. Durch die vielen, weiten unverglasten Fenster sehe ich, dass es regnet.
Ich erkenne einen der Mönche als den XIV. Dalai Lama. Ich gehe auf ihn zu, führe meine Hände vor Freude strahlend zum traditionellen tibetischen Gruß zusammen und rufe freundlich-freudig : „Dü-la Bab!“

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Traum 1

Es ist Nacht, nicht weit in der Zukunft. Ich bin in einem etwa fünf auf acht Meter großen, rechteckigen und fensterlosen Raum. Abgesehen von drei Rohrsesseln, die mit braunem Polster bezogen sind und einem kleinen Tisch neben den Sesseln, ist der Raum unmöbliert. Das Mobiliar steht nicht zentral, sondern in einer Ecke an der Längsseite des Raumes.
Im Raum stehen mein Bruder, meine Mutter, ihr Freund und zwei fremde Männer in etwa drei Metern Entfernung zu mir. Ich sitze in einem der Sessel, der Raummitte zugewandt – mir gegenüber sitzt eine etwa 25-jährige Frau mit ruhigen Augen und langen dunklen Haaren. Wir warten und ich erkenne, dass der Raum ein Warteraum ist. Ich fühle mich ernst und ruhig.

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Sexualität

Feiern wir das Leben. Feiern wir die Liebe.

 

 

Alle Freiheit des menschlichen Erlebens basiert auf Ehrlichkeit.
Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und Ehrlichkeit gegenüber anderen.
Ehrlichkeit bildet den Schlüssel zum persönlichen Glück.

Um das Thema Sexualität bilden sich mehr Dogmen und zugleich unterschiedlichste Glaubensansichten, als um irgendein anderes Thema – außer dem “rechten” Weg zur göttlichen Wahrheit.

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Aliendialog

Der einzige Dialog unter Aliens, der jemals aufgezeichnet wurde und uns nun zugänglich ist:

“Sie sind aus Fleisch.”

“Fleisch?”

“Fleisch. Sie sind aus Fleisch”

“Fleisch?”

“Da gibt es keinen Zweifel. Wir holten uns ein paar aus verschiedenen Gegenden des Planeten auf unsere Erkundungsflieger und untersuchten sie durch und durch, die sind ganz aus Fleisch.”

“Das gibt es nicht. Was ist denn mit den Radiosignalen? Die Botschaften zu den Sternen?”

“Die benutzen Radio zur Kommunikation, aber die Signale kommen nicht aus ihnen selbst, sondern aus Maschinen.”

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ZEN

Alles Leben ist vergänglich.
Dennoch währt Existenz ewig.
Wenn das Wesen unseres Seins, unsere eigentliche Wahrheit, in Form eines Geistwesens (Gandharva) in den Körper eintritt, entsteht durch die Geburt jene Ausdrucksform unseres Seins, die wir gemeinhin Leben nennen. Diese Reise unterliegt im materiellen Universum bestimmten, allgemeingültigen Regeln. Einen Wesenszug in unserer Welt stellt die Vergänglichkeit allen Lebens dar. Alles Leben unserer Erfahrungsebene beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dieser Umstand gestaltet sich unserer Erfahrung nach als unmittelbar leidvoll und findet hierin vielfältigen Ausdruck.

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Vollendung

Bei allem, was wir sagen, tun und denken, mögen wir stets so verfahren:

1.

Handle stets aus dem ehrlichen Bemühen heraus, Du selbst in Deinem höchsten Aspekt zu sein.

2.

Nimm die Motive der Gruppe, innerhalb der Du Dich bewegst, wahr, aber verleugne dennoch nicht Dein eigenes Wesen, Deinen Blick auf die Welt.

3.

Trifft Dich der Zweifel der Gruppe, so begegne ihr mit Respekt und Mitgefühl. Und sei dabei allfeil bemüht, *nahe* bei Dir selbst zu sein.

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